AG Amphibien - LBV Kempten-Oberallgäu

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letztes Update: 02.02.2018 / 19:31
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Arbeitsgruppe Amphibien
Gute Laichgewässer sind für unsere Amphibien von entscheidender Bedeutung. Diese Erkenntnis ist gewiss nicht neu, wird aber durch zunehmend trockene Sommer und eine immer weitere Zerschneidung der Landschaft durch Straßen, sowie durch Bau- und Industriegebiete, mehr und mehr zur existenziellen Frage für Frösche, Kröten und Molche. Allein bei den Wanderungen zu und von den Laichgebieten sterben sehr viele Tiere noch vor der Paarung bzw. dem Erreichen der Geschlechtsreife. Viele Kleingewässer verlanden zudem durch fehlende Pflege oder trocknen zu schnell aus.

Wir  legen an geeigneten Orten neue Laichgewässer an und sanieren in die  Jahre gekommene Folienteiche, die für viele Arten seit langem wichtige  Lebensräume sind.

Von/mit unserer Arbeitsgruppe angelegte Laichgewässer: 16
Ansprechpartner
Thomas Blodau


Bestandsentwicklung im Oberallgäu seit Beginn unseres Projektes:

Viele Amphibien sind nicht zuletzt durch den intensiven Fischbesatz vieler Stillgewässer zunehmend gefährdet.

Die  Anlage großer und kleiner Laichgewässer in günstiger Lage ist daher von  besonderer Bedeutung zum Schutz und Erhalt unserer heimischen  Amphibienarten.


Ton statt Folie

Wir verwenden zur Anlage unserer Laichgewässer spezielle  Tonelemente. Zusammen mit Gewebevlies - zur Verhinderung einer  Durchwurzelung - und einer 20 cm Kiesauflage enstehen so gegen  mechanische Einflüsse resistente Teiche, die auch bei Pflegemaßnahmen  ungleich robuster im Vergleich zu Folienteichen sind.

Die  schweißtreibende Arbeit bei der Verlegung und Verdichtung des Tons  zahlt sich meist schon im nächsten Frühjahr aus, wenn die neuen Teiche -  wieder - von Bergmolch, Gras- und Wasserfrosch oder Erdkröte zum  Ablaichen genutzt werden.

Eine Erstbepflanzung  mit heimischen Wasser- und Sumpfpflanzen gehört ebenso zu einem neuen  Amphibien-Lebensraum, wie Versteckmöglichkeiten unter Steinen oder  Totholz. So lassen sich auch unzugängliche Ruhezonen für die Bewohner  schaffen.

Amphibienschutz im Staatswald

Zusammen mit der Forstdienststelle Sonthofen - Revier Kürnach und  Sonthofen West - konnten im Oberdorfer und Kürnacher Wald mehrere Teiche  verschiedenster Größen angelegt werden. Die Revierförster Hubert Heinl  (Oberdorf) und Johann Mayr (Kürnach) organisierten die Arbeiten zu den  aus Quellen oder Bachläufen gespeisten Laichgewässern, die auf lehmigem  Untergrund ausgebaggert wurden.

So entstanden zahlreiche vernetzte Feuchtbiotope, die von den Amphibien gefahrlos erreicht werden können.


Wir danken unseren Sponsoren für die Unterstützung:
 
© Landesbund für Vogelschutz - Kempten-Oberallgäu
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